Wenn die Hütte brennt

TGGestern haben wir von altonews.de über den Verkaufsbeginn für das Silvesterfeuerwerk berichtet und für den sorgfältigen Umgang geworben. Aber was ist, wenn etwas passieren sollte? Wenn irgendwo die Hütte brennt? Dann kommt die Feuerwehr. Aber wer ist „die Feuerwehr“? Altomünster hat in verschiedenen Ortsteilen seine Freiwilligen Feuerwehren.

altonews.de traf Tobias Grießer, 30, Mitglied der FFW Oberzeitlbach, zu einem Interview.

Tobias, seit wann sind Sie Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr?

Ich bin während meiner Lehrzeit eingetreten. Seit 1999 bin ich dabei.

Warum haben Sie diesen Schritt gemacht?

Ich bin gemeinsam mit einem Nachbarn zur Feuerwehr. Und es ist ein Teil Nachbarschaftshilfe.

Welche Funktion füllen Sie bei der Feuerwehr aus?

Ich bin in erster Linie Maschinist und stehe an der Pumpe. Aber ich bin auch als Fahrer tätig.

Was waren hier die größten Änderungen in den letzten Jahren?

Eine bedeutende Änderung war sicherlich die Einführung der neuen Führerscheinklassen nach 2006. Bis dahin war es möglich, Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 7,5t zu fahren. Nun war die Höchstgrenze 3,5t. Die meisten Feuerwehrfahrzeuge haben aber ein Gewicht von 3,8t.

Sie konnten die Fahrzeuge also nicht mehr fahren ?

Richtig. Für mich bedeutete das, den LKW Führerschein machen zu müssen. Die Gemeinde hat hier eine Zuschusszahlung geleistet. Im Gegenzug habe ich mich für zehn Jahre Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr verpflichtet.

Wie steht es um Ihre Ausrüstung? Man hört ja viel von veralteter Technik.

Wir sind hier gut ausgerüstet. Seit 2006 haben wir eine komplett neue Ausrüstung und ein neues Feuerwehrauto. Und seit diesem Jahr haben wir neues Schuhwerk auf dem letzten Stand der Technik.

Hat sich die neue Technik gut bewährt?

Gleich im selben Jahr ! Im Mai bekamen wir das neue Fahrzeug. Und dann ging es mit vier Großbränden los. Zunächst Unterzeitlbach, dann Oberzeitlbach, Altomünster und zum Schluss Röckersberg.

Und 2013?

Überwiegend Beseitigung von Ölspuren.

Wie ist die Situation zu Weihnachten und Silvester? Man hört ja immer wieder, dass gerade zu dieser Zeit viel passiert.

Bei uns ist es in der Regel relativ ruhig die letzten Jahre. Die Leute verhalten sich sehr besonnen.

Was passiert, wenn die Sirene losgeht?

Unser Treffpunkt ist in Oberzeitlbach. Dann gibt es die Einsatzinformationen aus der neuen Leitstelle in Fürstenfeldbruck. Und wer schnell da ist, ist beim Einsatz mit dabei. Das geht natürlich nicht immer bei jedem, manchmal ist man unterwegs und dann geht es ohne einen los.

Sie arbeiten ja in der Regel tagsüber.

Richtig. Wir werden aber auf unseren Handys angerufen und lassen dann auch schon mal die Arbeit liegen. Den Verdienstausfall zahlt dann die Gemeinde.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren?

Sehr gut. Altomünster ist ja die Stützpunktfeuerwehr. Wir sind die Ortsfeuerwehr.

Haben Sie Nachwuchssorgen?

Wir freuen uns über  jeden der mitmachen will.

Die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr kostet doch sicherlich viel Zeit ?

Nicht soviel, das geht schon. Wir haben einmal im Monat Übung, in der Regel von 19:00 bis 21:00 Uhr.

Haben Sie noch eine nette Anekdote zum Abschluss?

Nun, immer wenn die Sirene losgeht, gibt es ein, zwei Nachbarn die mich anrufen und fragen, was los sei. Dabei weiß ich das zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht.

Werden Sie dieses Jahr Silvester einsatzbereit sein?

Ich bin da.

Gut zu wissen, das Sie im Falle eines Falles zur Verfügung stehen. Tobias, vielen Dank für das Interview.

Im neuen Jahr plant altonews.de an einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr teilzunehmen und das ganze Team zu besuchen.

Bildquelle: (c) altonews.de

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