Kandidaten-Duell: Interview mit Anton Kerle

Guten Tag Herr Kerle. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview mit altonews.de nehmen. Unsere erste Frage an Sie lautet:

Beschreiben Sie den Markt Altomünster einem Fremden in einem Satz.

Altomünster ist landschaftlich reizvoll, in topographisch abwechslungsreicher Gegend und hat ein umfangreiches gesellschaftliches Leben.
Ich denke da an unsere ganzen Vereine, vom Sportlichen über den Karitativen, Sozialen und vor allem Kulturellen. Die Vereine schaffen einen Mehrwert in der Gemeinde. Ich sage immer, Altomünster ist Lebens- und Wohnqualität. Hier haben wir einiges zu bieten.

In drei Stichpunkten – Wofür stehen Sie als Bürgermeisterkandidat?

Ich stehe für eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Wir haben 24 Jahre einen Bürgermeister gehabt, der einiges bewegt hat. Die oberste Prämisse ist, diese Dinge kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus bin ich aus dem Dienstleistungsgewerbe, Genossenschaftsbanker. Diesen Dienstleistungsgedanken möchte ich in die Gemeinde übertragen. Ich stehe für ein offenes Rathaus, wo man jederzeit auf den Bürgermeister zukommen kann. Ich weiß, wie das gemacht wird und das kann ich gewährleisten. Ich habe eine offene Bürotür und werde das auch als Bürgermeister sicher stellen.
Viele die mich kennen wissen, dass Ich für eine solide Finanzpolitik stehe. So wie man weiß, was für den Privathaushalt nötig ist, so muss das auch in der Kommune gehandhabt werden. Investitionen mit Finanzierungen zu Zeitpunkten wo man es braucht, wo man etwas bewegen kann, und konsolidieren in Zeiten, wo diese Dinge erledigt sind.

Haben wir aus Ihrer Sicht gegenwärtig eher eine Phase der Investitionen oder Konsolidierung?

Ich würde sagen, und da bin ich mit Bürgermeister Wagner einer Meinung, in der nächsten Periode müssen wir eher bewahren. Punktuell wird es größere Investitionen geben, primär stehen wir aber vor der Aufgabe zu erhalten und zu pflegen was wir haben. Wir sind keine reiche Gemeinde. Und mit diesem Wissen muss man ganz genau abwägen, was wird von den Bürgern erwartet und was können wir leisten. Gemessen werden wir immer an anderen Gemeinden. Wir stehen von den Steuereinnahmen innerhalb des Landkreises seit längerer Zeit auf dem letzten Platz in den pro Kopf Steuereinnahmen. Wir werden oft mit anderen Gemeinden verglichen, z. B. Bergkirchen. Wenn man auf der Autobahn entlang fährt, dann sieht man auch, wo diese Einnahmen herkommen, von den Logistikunternehmen. Und dann stellt sich die Frage, können wir das auch und noch wichtiger, wollen wir das auch? Ich denke, in unserer reizvollen Landschaft wäre das fehl am Platz. Also werden wir uns auf das konzentrieren, was wir können.
Deswegen solide Finanzpolitik, weil es notwendig ist.

Warum bewerben Sie sich um das Amt des Bürgermeisters?

Das ist die interessanteste Frage, die mir auch am meisten gestellt wird. Das war eine längere Entwicklung. Im Gemeinderat wirkt man mit, man wächst immer mehr hinein. Und dann wird irgendwann die Frage gestellt, ob man sich eine Kandidatur vorstellen könnte. Das war Anfangs kein Gedanke. Man kommt aus einer festen beruflichen Stellung, da möchte man auch einiges erreichen. Doch dann, in den Gesprächen merkt man, dass Leute da sind, die haben Vertrauen, die halten einen für den geeigneten Kandidaten und wollen einen unterstützen. Und dann überlegt man selber. Was hat man für Vorstellungen? Was möchte man selber? Dann merkt man, man ist so verwurzelt und die Gemeinde ist einem ein großes Anliegen. Ich bin gerne bei uns in der Gemeinde. Wenn man fünf Kinder hat, dann möchte man das auch weitergeben. Und wenn man daran mitwirken kann, ist das natürlich etwas anderes, als wenn man nur einen Beruf ausübt. Ich habe schon gespürt, das reizt mich. Auf der anderen Seite ist die Position in der Bank, ein gutes Einkommen – alles Dinge die man sich überlegt. Irgendwann hat sich dann das Gleichgewicht umgekehrt. Das war, wie erwähnt, eine längere Entwicklung, ein langsamer Prozess.
Man stellt Überlegungen an, was würde sich verändern? Was kommt auf einen zu? Kann man das gewährleisten, was von einem erwartet wird? Und ich habe diese Fragen dann alle mit ja beantworten können. Das Bürgermeisteramt bedingt einen hohen zeitlichen Aufwand über die vierzig Stunden im Arbeitsvertrag hinaus. Man steht in der Öffentlichkeit und repräsentiert die Gemeinde. Das hat durchaus Parallelen zu meinem jetzigen Beruf. Ich bin schon immer viel unterwegs und stehe in der Öffentlichkeit. Ich weiß was auf mich zukommt, das schreckt mich nicht ab.
Darüber hinaus strategisch denken und planen sind Eigenschaften die ich mitbringe.
Aber das Entscheidende ist der Gemeinderat. Es gibt 21 Stimmen und es können Entscheidungen rauskommen, die kann der Bürgermeister nicht beeinflussen. Deshalb ist das Entscheidende der Gemeinderat. Aber ich kann auf Menschen zugehen, ich weiß wie man mit Menschen umgeht. Das ist eine Fähigkeit, die mir ermöglicht, den Gemeinderat so zu führen, dass etwas Gutes dabei rauskommt.

Welche Themen haben sie persönlich in den letzten Jahren im Gemeinderat vorangebracht?

Eine wichtige Frage. Eines als erstes vorab. Gemeinderatsarbeit ist Teamwork. Dessen muss sich jeder bewusst sein, der sich zur Kandidatur stellt. Wer dazu nicht bereit ist, der ist fehl am Platz.
Es gibt natürlich schon einiges, was man im Team bewegen kann. Wir als CSU Fraktion haben nach der letzten Wahl den Antrag gestellt, und der ist auch angenommen worden, einen Gemeindeentwicklungsausschuss zu installieren, den es vorher nicht gab. Und da haben wir die letzten sechs Jahr durchaus Erfolge aufzuweisen. Im Gemeindeentwicklungsausschuss, dem ich persönlich nicht angehöre, kann man auch mal kreativ denken. Langfristige Themen andenken, die vielleicht nicht so leicht zu verwirklichen sind, Themen, die visionär sind oder auch darüber hinausgehen. Ich nehme hier jetzt ein gelungenes Beispiel heraus, den Breitbandausbau und die Altonetz GmbH. Das ist ganz klar ein Kind des Gemeindeentwicklungsausschusses. Federführend dahinter war Christian Schweiger, amtierender Gemeinderat. Der hat sich dieses Themas angenommen und sie wissen, was daraus hervorgegangen ist. Ich kann mir hier auf die Fahnen schreiben, dass das von uns, dem Gemeindeentwicklungsausschuss getrieben wurde. Und die beiden Gesellschafter der Altonetz GmbH habe ich zusammengebracht, die kannten sich vorher gar nicht. Dass das gleich so erfolgreich ist, habe ich auch nicht erwartet. An dieser Stelle möchte ich die Bürgerinitiative nicht unerwähnt lassen, die einen hohen Anteil am Erfolg hat.
Persönlich war ich als Multiplikator unterwegs, um die Leute für das Glasfasernetz zu gewinnen. Ich war zu einem frühen Zeitpunkt unterwegs, wo das Ganze nur eine Idee war. Wir konnten nichts vorweisen und mussten mit Argumenten überzeugen. Heute ist das viel einfacher.
Das andere große Thema, in dem ich federführend unterwegs bin, ist meine Domäne: die Finanzpolitik. Ich bin Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. Dort entsteht der Haushalt. In den vergangenen Jahren war es immer so, dass die Haushalte, die vom Finanzausschuss erarbeitet wurden, dem Gemeinderat vorgelegt wurden und, abgesehen von Kleinigkeiten, abgesegnet wurden. Wir haben die ganzen Jahre Haushalte aufgestellt, ohne Neuverschuldung. Mit Ausnahme der Abwasserbeseitigung, die ist aber gebührengedeckt und läuft außerhalb des normalen Haushalts. Der Haushalt der letzten Jahre trägt auch meine Handschrift.
Im Finanzausschuss sind die Parteien paritätisch vertreten. Und hier haben wir immer Wert darauf gelegt. Und, wo wir schon über Parteien sprechen, können wir auch ganz offen darüber reden. Wir haben ein sehr gutes Miteinander im Gemeinderat. Jetzt zur Wahl, polarisiert man wieder, auf der einen Seite die CSU, auf der anderen die Freien Wähler. Aber das war die letzten 6 Jahre nie ein Thema gewesen. Ich behaupte an dieser Stelle, das wird auch zukünftig so sein und mit mir als Bürgermeister auf jeden Fall, dass kann ich garantieren. Wenn ich mir die potenziellen Gemeinderäte anschaue, dann werden wir auch zukünftig gut zusammenarbeiten. Das ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal unserer Gemeinde, dass ist nicht überall so wie bei uns. Ich sage auch ganz offen, wenn dem nicht so wäre, würde ich mich nicht zur Wahl stellen. Deshalb ist mein Wunsch und ich werde alles dafür tun, dass das auch zukünftig so sein wird.

Was sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?

Dazu habe ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht. Es ist relativ einfach. In der Position, in der ich heute bin, wird man hin und wieder geprüft und überprüft. So habe ich mich schon einigen Assessment Centern in der Firma gestellt. Für uns als Genossenschaftsbank ist das Thema Sozialkompetenz von hohem Stellenwert. Hier konnte ich jedes Mal die höchste Punktzahl aufweisen. Meine Kunden bestätigen diese Sozialkompetenz.
Andererseits ist diese Sozialkompetenz gleichzeitig auch meine Schwäche. Hier muss man in Führungspositionen, und ich zähle das Bürgermeisteramt dazu, aufpassen, dass man nicht für alles der Kümmerer ist und dabei das Wichtige außer Augen lässt, weil man sich verzettelt. Ich habe früher auch gerne alles selber gemacht. Das war ein langer Lernprozess, auch mal delegieren zu können. Ich bin hier sicher noch nicht perfekt, das gebe ich gerne zu. Das würde ich durchaus als Schwäche bezeichnen. Anderseits, für einen Bürgermeister, gerade wenn er neu im Amt ist, ist es gar nicht so schlecht, wenn er sich anfangs auch um die einfachen Aufgaben kümmert. Aber ich kann damit umgehen.
Desweiteren, wer Führungsverantwortung übernimmt, der muss vorausschauend denken können. Wir haben uns in der CSU Gedanken gemacht, wo soll es hingehen, was werden die größten Herausforderungen sein, welchen Themen müssen wir uns stellen. In der Führung vorausschauend und in die Zukunft denken zu können, ist eine meiner gelernten Stärken, die ist nicht angeboren.

Was ist die Stärke Ihres Teams?

Als erste würde ich empfehlen, gehen Sie auf die Vorstellungsrunden die wir durch die Gemeinde machen. Da stellt sich jeder vor und man bekommt ein gutes Bild von allen.
Wir haben einen sehr guten gesellschaftlichen Querschnitt, durch alle beruflichen Funktionen, von Handwerk, über die Landwirte, Selbstständige, Angestellte, in Führungspositionen, bis zur Mutter mit Teilzeitbeschäftigung. Es hat sich vieles geändert. Früher war der Gemeinderat ein von Männern aus der örtlichen Vereinsprominenz besetztes Gremium, davon sind wir schon lange weg.
Wir haben eine Altersstruktur von 20 bis 62 Jahren. Ich freue mich wirklich, dass sich die Personen zur Verfügung gestellt haben. Es war nicht einfach, die Leute zu gewinnen. Gemeindearbeit ist ein Ehrenamt und man weiß, dabei kann man durchaus mal in der Kritik stehen. Und ich freue mich, dass das gelungen ist. Es wird dem Team nicht gerecht, wenn ich Einzelne herausstelle und würde mir Leid tun, wenn nur einige erwähnt werden. Ich möchte dennoch z. B. einen Stefan Reindl, parteilos und darauf legt er Wert, nennen der in der Gemeinde einiges bewegen möchte. Der hat einen unermesslichen Erfahrungsschatz, das können wir noch gar nicht abschätzen, was das der Gemeinde alles bringen kann. Ein Roland Schweiger, Bauunternehmer, ein Praktiker und Pragmatiker, ein Wolfgang Graf, auch mit Sozialkompetenz ausgestattet, der in der Gemeinde seit gefühlten einhundert Jahren aktiv ist, die Frauen auf unserer Liste wie Martina Englmann, junge Leute wie eine Belinda Dallmayr, 32 Jahre, Rechtsanwältin und nebenbei sozial engagiert – so kann ich die Liste weiterführen, bei jedem gibt es etwas Besonderes. Wir haben uns hier viel Mühe bei der Auswahl gegeben und es sind durchweg gute Kandidaten.

Was sind die drei größten Herausforderungen für Altomünster in den nächsten Jahren?

Das ist die Frage, die ich bei meiner Vorstellung immer voranstelle. Ich sehe drei große Herausforderungen die uns zwangsläufig beschäftigen werden. Da ist zunächst die Pflicht – Dinge die unausweichlich auf uns zukommen und für die wir Antworten finden müssen.
Zum einen der Zuzug, der nicht weniger werden wird, egal ob mit oder ohne Elektrifizierung der S-Bahn. Darauf Antworten zu finden, ist Aufgabe des Gemeinderats. So etwas kann nicht der Bürgermeister alleine entscheiden. Wir müssen Richtlinien festlegen, wie sich die Zahl der Einwohner entwickeln soll. Wieviel Bauland weisen wir dazu aus? Können wir Wohnraum verdichten? Wie können wir die neuen Bürger bei uns ins gesellschaftliche Leben integrieren. Das ist doch die Herausforderung, diesen Leute nicht nur Wohn- und Schlafstadt zu bieten sondern sie zu integrieren.

Wie sehen sie denn die Einwohnerentwicklung in Altomünster?

Da haben wir es relativ einfach. Eine CSU hat Strukturen und Gremien, mit denen man sich beraten kann. Und wir haben gesagt, 10.000 Einwohner sind für uns eine magische Grenze. Wenn es darüber hinausgeht, dann wird es kritisch, z. B. Stichwort Kläranlage. Bei mehr als 10.000 Einwohnern haben wir Folgekosten, dann müssten wir in vielen Bereichen wieder von vorne anfangen. Wenn wir darüber hinauskommen, müssen wir wieder größere Investitionen tätigen. Davon bin ich, und da bin ich ganz offen, kein Freund.
Das nächste Thema ist die Kinderbetreuung. Kinderkrippe ist ein gesetzlicher Anspruch. Das hat mittlerweile auch der Letzte verstanden. Wir haben gesellschaftliche Veränderungen und darauf müssen wir reagieren. Mit der Krippe sind wir durch. Wer sich mit den Programmen der großen Parteien beschäftigt wird wissen, dass noch einiges auf uns zukommt. Das auch die nächsten in der Alterspyramide, die Grundschule, die Mittelschule eine längerfristige Betreuung brauchen. Und ich wage zu behaupten, dass das auf uns zukommen wird. Ich möchte darauf vorbereitet sein. In unserer Schule in Altomünster, und wir möchten ja das diese lange erhalten bleibt, werden wir auch mit dem Thema konfrontiert werden, eine ähnliche Betreuung wie in Kinderkrippe und Kindergarten sicherstellen zu müssen. Hier werden Weichenstellungen erforderlich sein, über die wir uns Gedanken machen müssen.
Dritter Punkt, und das habe ich Eingangs bereits erwähnt, Pflege und Erhalt der Infrastruktur. In den letzten 24 Jahren ist viel passiert und wurde viel geschaffen. Im Augenblick erfolgt der Kanalanschluss in Schmarnzell. Wenn wir damit durch sind, geht es hier in Altomünster wieder von vorne los, die Kanäle hier sind ja bereits fünfzig, sechzig Jahre alt. Das betrifft nicht nur den Kanal, das betrifft auch die Gebäude. Und das Nächste ist das Straßen- und Wegenetz. Hier steht die Erhaltung und Pflege im Vordergrund, um später keine hohen Folgekosten zu haben.
Diese drei Punkte sind für mich Pflicht. Die Kür sind die Themen darüber hinaus, wie z. B. das Altobad. Auch schon ein lang gehegter Gedanke: eine Halle für alle, multifunktional für Sport, Festveranstaltungen und Musikvereine. Ein weiteres Thema, das ich hier explizit erwähnen möchte, ist die Ortsverbindungsstraße an die 2047 vom Gewerbegebiet. Wenn möglich, soll sie gebaut werden, denn sie bringt den meisten Vorteile und den Anwohnern in der Stumpfenbacher Straße sicher weniger Nachteile, als heute befürchtet wird. Aus meiner Sicht ist der LKW-Verkehr störend, weniger die PKWs.

Wie berücksichtigen Sie die Anforderungen sowohl der alteingesessenen Bürger als auch der Neubürger?

Muss man beide Seiten wirklich unterschiedlich bedienen? Ich habe mit beiden Seiten schon immer beruflich zu tun. Ich habe langjährige Kunden und auch Kunden, die neu sind und zu uns ziehen. Innerhalb beider Gruppen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Es gibt die gesellschaftlich Aktiven und diejenigen, die sich eher weniger engagieren. Entscheidend ist, mit welcher Intention ziehe ich hierher? Es gibt auch genügend Alteingesessene, die gesellschaftlich weniger aktiv sind. Wichtig ist nur, wer hierher zieht und sich gesellschaftlich engagieren möchte, dafür müssen wir Strukturen und das Klima schaffen. Die Tendenz in Altomünster ist aber klar, jeder der kommt und sich engagieren will, ist herzlich willkommen, weil man es dringend braucht. Wer das nicht möchte, das ist auch in Ordnung.

Was macht sie zum besseren Bürgermeister?

Die Frage, und das habe ich schon bei früheren Interviews so gehalten, möchte ich nicht beantworten. Der Begriff „Wahlkampf“ ist mir suspekt. Von meiner Seite wird es keine Äußerungen zu anderen Personen geben. Vor allem deshalb, weil wir jetzt gemeinsam im Gemeinderat sitzen und ich gehe davon aus, dass ich und er wieder im Gemeinderat vertreten sein werden. Wir werden auch hinterher zusammenarbeiten müssen. Ich werde nichts machen, was dieses Verhältnis trüben könnte. Hier bitte ich um Verständnis.

Wenn ich einmal richtig ausspannen will, dann…

… bewirtschafte ich meinen Wald. Wald- und Forstwirtschaft, der körperliche Ausgleich, das hilft mir beim Abschalten. Ich bin ausgebildeter Landwirt und habe mich in der Forstwirtschaft weitergebildet. Das ist meine größte Leidenschaft – draußen in der Natur zu sein. Wenn ich draußen bin, ist alles andere ganz weit weg. Und abends steht man vor dem Holzstapel und sieht was man gemacht hat. Das physische Sehen, was man geschafft hat, das brauche ich. Als Beruf ist das schon sehr anstrengend, davor habe ich großen Respekt, das ist ein harter Job. Als Freizeitausgleich für mich ist dies eine ausgezeichnete Form der Entspannung. Sie sehen schon, hier steckt Leidenschaft dahinter und da bekomme ich leuchtende Augen.

Herr Kerle, wir danken Ihnen für das Interview.

Bildquelle: (c) CSU / Anton Kerle

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