„Und führe uns in die Versuchung“ – nachgefragt

Und führe uns in die Versuchung_CoverGastbeitrag von Dr. Ulrich H. Schneider, Kulturförderkreis Altomünster e.V

„Die einzige Möglichkeit, einer Versuchung zu widerstehen, ist, ihr nachzugeben“, meint der spöttische Oscar Wilde. „Und führe uns in die Versuchung“ heißt so auch der inzwischen bekannte historische Roman von Runa Winacht und Maria G. Noel, der im Altomünsterer Kloster des frühen 16. Jahrhunderts spielt. Eine Geschichte um die junge Mathilda von Finkenschlag, die wegen ihrer Mitgift als Kandidatin im Kloster aufgenommen wird, und den Novizenmeister, Pater Arno von Wayden. Hinzu kommt der spätere Reformator Johannes Oekolampadius, der reichlich Verwirrung bei den Mönchen und Nonnen stiftet.

„Öko“, wie der Prior ihn im Roman nennt, war schon einmal Thema beim beliebten KulTisch des Kulturförderkreises Altomünster. Nach ihm ist die heimische „Lampadiusgasse“ benannt. Daher wird der KulTisch am 28. Oktober nicht nur den offensichtlich gut recherchierten Altomünster-Roman vorstellen, sondern auch einen „Faktencheck“ vornehmen. Was ist dichterische Erfindung der Autorinnen und was trifft die historischen Umstände im Kloster jener Zeit? Und waren die geschilderten peinlichen Befragungen und harten Strafen tatsächlich in Klöstern jener Zeit so ungewöhnlich?

Aktuell wird viel über das Kloster in Altomünster diskutiert, was die verbliebenen Schwestern tun sollen und wie die Zukunft aussehen könnte. Der KulTisch möchte nur ein wenig in die bewegte Geschichte dieses altehrwürdigen Klosters einsteigen, wie hier gelebt, manchmal gelitten und auch gebadet wurde! Die Autorinnen Winacht und Noel (letztere lebt unter ihrem bürgerlichen Namen in Altomünster) werden aus ihrem Buch lesen, Prof. Dr. Wilhelm Liebhart sorgt in bewährter Weise für den historischen Faktencheck, Dr. Uli Schneider übernimmt die peinliche Befragung.

„Die ‚Versuchung‘ – nachgefragt“ am Dienstag, den 28. Oktober, Beginn 20 Uhr, im Kapplerbräu-Gasthof. Der Eintritt ist wie immer frei und für alle Interessierten offen, Spenden für die Arbeit des KFK sind willkommen. Information unter 0717-9290507 und www.kfk-altomuenster.de.

Bildquelle: (c) VA-Verlag, zur Verfügung gestellt von Dr. Ulrich H. Schneider

 

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