Eier gibt es auch nach Ostern

Gastbeitrag von Stephan Boosz, stv. Vorsitzender der Kolpingsfamilie Altomünster

Was gibt es Leckeres als verantwortungsbewusst, regional erzeugte Lebensmittel?

Auf Initiative der Kolpingsfamilie Altomünster durften ca. 50 Mitglieder und Gäste den Legehennen-Betrieb der Familie Rudolf und Marianne Kerle in Wollomoos besichtigen.

hennenNach einer herzlichen Begrüßung erläuterte der Landwirt, dass der Hof bis ins Jahr 2013 zur Milchwirtschaft betrieben wurde. Nach umfassenden Beratungen in der Familie und mit den Gremien fiel die Entscheidung, in ein Betriebsgelände mit ca. 12.000 qm Grünfläche zu investieren und dort einen Legehennen-Betrieb nach den strengen Bioland-Richtlinien zu führen.

Denn wer nach diesen Richtlinien produziert, unterliegt von der Aufbereitung des Futters, das überwiegend auf den umliegenden Ackerflächen heranwächst, bis hin zum Vertrieb der Produkte der strengen Kontrolle und sagt gleichzeitig entschlossen nein zu Gentechnik, Massentierhaltung, chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden.

Auch eine Henne benötigt einen konstanten Tagesablauf. Täglich um 10 Uhr werden die Stalltüren geöffnet, damit die ca. 3.000 Hennen und die 15 Hähne auf die Grünfläche hinausströmen. Die meisten haben zu dieser Uhrzeit bereits ihre Eier in die modernen Legenester gelegt, die dann in einer Packstation auf ihre Qualität und Unverzehrtheit geprüft, gestempelt und in die Verkaufsverpackungen gefüllt werden.

Ca. 260 bis 280 Eier legt eine Henne im Jahr. Der Transport der Tiere lässt sich auch in einem Bioland-Betrieb nicht vermeiden, denn die Tiere kommen im Alter von ca. 18 Wochen aus einem Küken-Bioland-Hof und bleiben dann ca. 14 Monate lang auf dem Hof von Familie Kerle.

Alle Besucherinnen und Besucher waren beeindruckt von der Freude und dem Herzblut, das Familie Kerle in die Führung des Hofes einbringt. So bedankte sich die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Frau Gitti Graf, herzlich für die Führung.

Bildquelle: (c) Wolfgang Graf

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