Kommunale Entwicklung in Altomünster

Nachdem die Beiträge auf Altonews in den letzten Wochen vor allem die weihnachtliche/neujahrliche Festzeit betrafen, soll nun das kommunalpolitische Geschehen wieder in den Blick rücken. Ein wesentlicher Aspekt der demokratischen Grundordnung ist die Berichterstattung gegenüber den Wählerinnen und Wählern. Auf kommunaler Ebene sind dies die gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerversammlungen, in denen der Bürgermeister seinen Rechenschaftsbericht abgibt und in der Diskussion die Anregungen der Bürger(innen) aufnimmt. In Altomünster finden die Bürgerversammlungen im Allgemeinen im November statt. Erster Bürgermeister Anton Kerle freute sich bei der Begrüßung jeweils über die rege Teilnahmezahl und ermunterte lächelnd, dass nicht nur Kritik, sondern auch Lob ausgesprochen werden dürfe. Aus seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht ist zusammengefasst festzuhalten:

Kommunale Pflichtaufgaben von der Kinderkrippe bis zur Mittelschule
Die Pflichtaufgaben einer Kommune in der Größe der Marktgemeinde Altomünster haben sich in den letzten Jahren erweitert. Dies wirkt sich entsprechend durch einen hohen Anteil im kommunalen Haushalt für die Betreuung und schulische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen aus. Diese Ausgaben sind in die Zukunft investiert. Bei allen kommunalen Investitionen ist auch Vorsorge für einen weiteren Zuzug der Bevölkerung zu tragen.
♦ Die Marktgemeinde bietet mittlerweile eine Kinderkrippe und fünf Kindergärten im Hauptort sowie in den Ortsteilen Pipinsried, Wollomoos und Oberzeitlbach an. Derzeit sind noch ein paar wenige freie Plätze in den Ortsteilen verfügbar.
♦ 44 qualifiziert ausgebildete Kräfte betreuen mittlerweile 260 Kinder, darunter eine Integrationsgruppe für Kinder mit Behinderungen. Die Personal- und Sachkosten ohne Gebäudekosten belaufen sich hierfür auf rund 2 Mio. EUR/Jahr, die zu ca. 86 % von der Marktgemeinde und vom Staat getragen werden. Die verbleibenden 14 % leisten die Eltern durch die Bezahlung der Gebühren. Nach den Richtlinien sollten Kommune und Staat nur je ca. 1/3 der Kosten aufbringen.
♦ Die Schüler(innen)zahlen in der Grund- und Mittelschule (Schulverband mit der benachbarten Gemeinde Tandern/Hilgertshausen) sind in 2016 gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil, mit leichtem Zuwachs geblieben.
♦ Das Schulgebäude wird in den nächsten Jahren weiterhin höhere Investitionen für eine zeitgemäße Sanierung erfordern. Der bauliche Brandschutz ist in allen öffentlichen Gebäuden auf den aktuellen Gesetzesstand nachzurüsten. In der Schule ist dies bereits weitgehend erfolgt. Jedoch stammen dort einzelne Fußböden noch aus der ursprünglichen Bauzeit in den 1970er-Jahren.
♦ Auch die Mittagsbetreuung benötigt weitere Räume. Geplant ist daher, hierfür die separate Radlhalle zu ertüchtigen. Auch die kommunal/staatlich finanzierte Jugendsozialarbeit ist ein grundlegender Baustein, die junge Generation auf ihrem Weg zum verantwortungsbewussten Erwachsenwerden zu begleiten.

Fortsetzung folgt … Bildquelle: (c) altonews.de

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