Ausstellung in Altomünster

Gastbeitrag Frau Susanne Allers für den Museums- und Heimatverein Altomünster e.V.

Der Maler Bernd Schwarting – Ein Ausnahmekünstler in Altomünster

Mystische Fabelwesen, Nereïden in windgepeitschten, sich überschlagenden Wellen – die neue Werkreihe „Himmelslicht und Nachtalb“ von Bernd Schwarting fasziniert durch die Lebendigkeit und Farbigkeit.

Bernd Schwarting gilt mit seiner unverkennbaren malerischen Handschrift als Geheimtipp unter den Kunstsammlern im In- und Ausland. Er nutzt diverse Stilelemente der vergangenen Jahrhunderte: Altmeisterliche, sehr feine Lasurtechnik ebenso wie pastose à la prima Malerei. Er malt vornehmlich mit Ölfarbe auf Leinwand. Aber auch andere, geradezu archaische Materialien wie Kohle oder Asche, findet man in seinen bildnerischen Werken. „Asche ist nicht nur Abfallprodukt, ein Endpunkt, sondern auch ein Element des Neuanfangs, ein Katalysator für neu beginnendes Leben, deshalb findet sie Verwendung in meiner Malerei“, erläutert der Maler.

Schwarting hat seine neue Werkreihe „Himmelslicht und Nachtalb“ dem Markt Altomünster gewidmet. Hier ist das Birgittenkloster mit seiner jahrhundertealten Tradition der Kern seiner Inspiration. Klosterleben bedeutete immer schon ein Leben von und mit dem alten Wissen um Zusammenhänge zwischen Natur und Mensch, inklusive der geistlichen bzw. spirituellen Dimensionen. „Das hat mich schon seit der Kindheit sehr beschäftigt und fand in dieser Werkreihe Eingang in meine Malerei“, so der Künstler.  Naturhaftes wird als quirlig belebte Flora und Fauna in Schwartings Malerei sichtbar: Der Mensch in seiner Körperlichkeit, der Mensch aber auch in seinen seelischen Dimensionen.

Erstmalig veröffentlicht zeigt das Klostermuseum Altomünster auf zwei Etagen eindrucksvolle, überraschende und wunderbar farbige, groß- und kleinformatige Bilder in einer außergewöhnlichen Ausstellung. Auf eine faszinierende Weise werden in Schwartings Malerei die großen menschlichen Themen der Suche, der Hinwendung, der Anschauung, der Ergründung und des magisch-mythischen Denkens gezeigt. Es verwundert nicht, das Schwartings Malerei als eine der interessantesten Positionen der jüngeren Berliner Malergenerationen gilt. Der Maler ist gebürtiger Norddeutscher, der mittlerweile in Berlin arbeitet und lebt. Stationen seiner Ausbildung waren u. a. Oldenburg und Dresden. Bereits heute ist er in wichtigen Museen und Galerien in Europa, den USA und Asien vertreten. Der Künstler ist mit seinen Werken auf internationalen Kunstmessen zu Gast und in bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst vertreten. Die Kunsthalle in Emden, das Osnabrücker Kunstmuseum, die Marburger Kunsthalle sowie das Museum Moderner Kunst in Passau, Stiftung Wöhrlen, richteten Schwarting bereits umfangreiche Einzelausstellungen seiner Bilder aus.

„Schwarting ist ein Ausnahmekünstler. Und es ist eine besondere Ausstellung in unserem Museum, die wir als Highlight für unseren Markt und die gesamte Region von Augsburg bis München präsentieren können“, freut sich Professor Wilhelm Liebhart, erster Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins Altomünster e.V. „Unter www.museum-altomuenster.de können sich Interessierte schon erste Eindrücke durch Texte und einen Kurzfilm zu dieser Ausstellung gewinnen“, fügt Liebhart hinzu.

Bis zum 4. Oktober 2020 kann die Ausstellung im Museum Altomünster unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften besucht werden. „Es gebe Überlegungen für eine Vernissage am 2 August um 15 Uhr“, erklärt Liebhart. Führungen durch die Ausstellung werden jeweils sonntags um 15 Uhr angeboten. Das Museum ist jedes Wochenende, samstags von 13 Uhr bis 16 Uhr und sonntags, von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Katalog zur Ausstellung kann vor Ort zu einem Preis von 10 Euro erworben werden. Bildquelle (c) Bernd Schwarting

 

 

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