Konzert: Freude über das Mögliche

Gastbeitrag Frau Gudrun Huber zum Wiederbeginn eines Violinkonzertes in Dachau

Geigenklänge

Der Verein Musik erleben in Dachau e.V. veranstaltete mit Schülern der Violinklasse Gudrun Huber das erste Konzert im Ludwig-Thoma-Haus Dachau nach der Corona-Pause. Während der Zeit der starken Corona-Beschränkungen hatten sich die jungen Musiker voller Begeisterung ihrem Instrument gewidmet und sehr viel dazugelernt. 18 SchülerInnen hatten insgesamt 32 Stücke vorbereitet. Da keine Pausen erlaubt sind, wurde das Konzert also in zwei Hälften geteilt. Wie es die Vorschriften erfordern, behielten die Zuhörer ihren Mundschutz an und saßen in großem Abstand voneinander.

Der jüngere Nachwuchs präsentierte seine schwungvollen kurzen Stücke ab 14.30 Uhr und versuchte sich voll Freude auch wieder am gemeinsamen Musizieren. Der vorgeschriebene große Abstand macht das Zusammenspielen allerdings zu einer echten Herausforderung. Mit energischer Klavierbegleitung gelang es Gudrun Huber, das Ensemble dennoch zusammen zu halten.

Das zweite Konzert fand am späteren Nachmittag statt. Die ausgezeichnet vorbereiteten Jugendlichen musizierten ihre Stücke souverän und oftmals auswendig. Violinduette von J.S. Bach und J.M. Leclair aus der Barockzeit wechselten sich ab mit einer Sonatine des zeitgenössischen Komponisten Petr Eben, virtuos gespielt von Anna Wolf und Giacomo Cerruti, beide aus der Gemeinde Markt Indersdorf. Besonders beliebt ist das romantische Concertino in h-moll von Oskar Rieding, dessen Sätze sich zwei Schülerinnen aufteilten. Klassische Duette von den Geigern Ignaz Pleyel und J.F. Mazas ergänzten die Zeitreise, die nach dem 1. Satz des Konzerts in G-Dur von Joseph Haydn schließlich zu den hinreißenden Remembrances aus dem Film „Schindlers Liste“ führte. Raphael Luca, seit kurzem in Altomünster ansässig, beeindruckte nicht nur in diesem Stück mit betörender Klangschönheit. Das Konzert schloss Jakob Höink (Markt Indersdorf) ab mit seiner bezaubernden Version von Larissas Lied aus „Die Wunderkinder“. Begeistert war das Publikum auch von einem Novum: Eine gelungene freie Improvisation, die Jakob an der Violine zusammen mit Benjamin Stibi am Klavier wagte. Die übrigen Stücke begleitete Gudrun Huber mit der Violine oder am Klavier. Bildquelle (c) Verein Musik erleben in Dachau e.V.

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