Gastbeitrag Susanne Allers für Museum Altomünster

Der Künstler und Holzbildhauer Clemens Heinl, einer der vier Künstler, die in Altomünster letztes Jahr das Künstlersymposium abgehalten haben, hat an seiner Figur weitergearbeitet. „Der heilige Alto nimmt Gestalt an“, freut sich Susanne Allers, Symposiumsbeauftragte des Marktes Altomünster. Clemens Heinl hatte seine Schulter vergangenes Jahr so sehr verletzt, dass er nicht mit der Kettensäge arbeiten konnte. Während des Symposiums ist daher Bürgermeister Michael Reiter spontan eingesprungen und konnte die Grundfigur mit der Kettensäge aus dem Baumstamm arbeiten. Die Arbeiten haben auf dem Marktplatz stattgefunden. Nun ist die Schulter halbwegs verheilt und Heinl kann wieder arbeiten. Sein erster Weg führte ihn daher nach Altomünster, um hier die Arbeit an der Skulptur fortzusetzen. „Es ist sehr schön, wieder nach Altomünster zu kommen. Dieser Ort ist etwas ganz Besonderes“, erklärt der Holzbildhauer. Das Symposium fand letztes Jahr eine Woche im August in Altomünster statt. Es war das erste Künstlersymposium überhaupt, dass hier durchgeführt wurde. „Wir hatten vier Meisterschüler zu Besuch, die vor Ort gearbeitet haben“, erklärt Allers. Zwei Bildhauer, Clemens Heinl, Holzbildhauer, und Friedemann Grieshaber, Betonbildhauer, und eine Malerin, Ingrid Floss, sowie ein Maler, Bernd Schwarting, konnten bei ihrer Arbeit beobachtet werden und die Interessierten hatten Gelegenheit, Fragen zum Wirken der Künstler zu stellen. „Das Künstlersymposium war sehr erfolgreich und zog viele Besucher, auch überregional, an. Wir hatten sehr große und sehr positive Resonanz“, so die Symposiumsbeauftragte weiter. „Für Altomünster war das Künstlersymposium ein echtes Highlight“, meint Susanne Köhler, Kulturreferentin des Marktes Altomünster. Die Holzskulptur von Clemens Heinl stellt den heiligen Alto dar. „Der heilige Alto gehört nach Altomünster“, erklärt Wilhelm Liebhart, erster Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins Altomünster. „Es wäre gut, wenn der Markt die Skulptur ankaufen würde. Der Museumsverein würde sich in dem Fall am Kauf mit einer vierstelligen Summe beteiligen“, so Liebhart weiter. „Ein Platz der Figur am Museum wäre dafür auch schon vorgesehen“, ergänzt Allers, die zugleich Schatzmeisterin im Verein ist. Am 5. November 2023 um 15 Uhr findet die Vernissage der Symposiumskünstler im Museum Altomünster statt. Dann werden die Werke gezeigt, die die Künstler letztes Jahr zum Symposium begonnen haben. „Zur Vernissage und zur anschließenden Ausstellung freuen wir uns über viele Besucher“, meint Liebhart.

 

Foto (c): Marianne Liebhart
Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Susanne Allers, Clemens Heinl, Susanne Köhler, Wilhelm Liebhart mit der fast fertigen Skulptur